Summary

Dieses historische Buch kann zahlreiche Tippfehler und fehlende Textpassagen aufweisen. Kaufer konnen in der Regel eine kostenlose eingescannte Kopie des originalen Buches vom Verleger herunterladen (ohne Tippfehler). Ohne Indizes. Nicht dargestellt. 1904 edition. Auszug: ...kann eine aussere Handelspolitik nicht auch zu einem inneren Markt in erweitertem Sinne fuhren? Nach Durchfuhrung der Handelsvertragspolitik des Jahres 189Z unterhielt das Reich um die Wende des Jahrhunderts mit sieben Staaten Tarisvertrage, gewahrte einundfunszig Staaten Meistbegunstigung und genoss diese bei einer kaum minder grossen Anzahl von Staaten. Liess sich da nicht von dieser Grundlage aus der Ubergang zu etwas wie einem mitteleuropaischen Zollverein anbahnen, --und war nicht eine solche Erweiterung des inneren Marktes zunachst die beste Losung des Problems der Weltwirtschaft und der mit ihr teilweis verknupften Weltpolitik? Nicht wenige Stimmen haben es im Verlauf des letzten Jahrzehntes behauptet. Allein: waren denn die Probleme der Bevolkerungszugehorigkeit zu den einzelnen Zweigen wirtschaftlicher Tatigkeit und der Produktionsstatistik mit ihrer Bedeutung fur den Export die einzigen, die bei der Frage nach den allgemeinen Zugen einer deutschen Handelspolitik in Betracht kamen? War diese Handelspolitik eben als Politik nicht vielmehr mit allen anderen Zweigen und Tendenzen der ausseren und namentlich der inneren Politik uberhaupt aufs engste verquickt? Da war zunachst die Lage der Reichssinanzen nicht ausser acht zu lassen. Das Reich hatte sich in seinen Einnahmen seit Ende der siebziger Jahre zunehmend nicht bloss auf Finanzzolle, sondern auch auf Schutzzolle gestutzt. Und die neue Epoche der Handelsvertragspolitik hat diese Entwicklung keineswegs beseitigt oder unterbrochen; um die Wende des Jahrhunderts bezog das Reich etwa eine